Der Rote Faden
Mit dem Thema „Zukunft“ wenden wir uns – nach den Überlegungen zur WELTGESTALTUNG – dem Bereich „Bilanz und Ausblick“ zu.
Zunächst soll es um eine allgemeine Einschätzung unserer Zukunftsaussichten als menschliche Rasse gehen.
Danach sollen einige Trends ausführlicher betrachtet werden.
Für beide Aspekte wird ein eigener Selbsttest angeboten.
Eine direkte Verbindung dieses Ausblicks besteht insbesondere zum ersten Teil, da es die (wissenschaftlichen) WELTERKLÄRUNGEN sein werden, die die (technologische) Zukunft bestimmen. Aber auch die in den WELTZUGÄNGEN beschriebenen (emotionalen) Haltungen werden prägend dafür sein, welche Zukunftsgestaltung sich durchsetzen kann.
Offensichtlich gibt es jeweils gute Gründe, entweder optimistisch oder pessimistisch in die nächsten Jahrzehnte zu blicken. Dabei spielen immer wieder zwei grundsätzliche Ebenen eine Rolle:
Technologie
Werden die technologischen Entwicklungen, deren Tempo sich gerade in unfassbarem Maße weiter beschleunigen, das Selbstzerstörungsrisiko der Menschheit noch vergrößern (z.B. durch autonome Waffensysteme oder Unfälle in Bio-Laboratorien)? Oder werden es gerade die Innovationen bei KI, Bio- und Nanotechnologie sein, die den bisher unlösbaren Menschheitsproblemen an den Kragen gehen?
Menschlicher Faktor
Werden Vernunft und Moral sich in den nächsten Jahren gegen Dummheit, Gier und Machtstreben durchsetzen können? Wird es zu globalen Kooperationsmodellen bei Klimaschutz, Abrüstung, Ressourcen-Bewirtschaftung und Wohlstandverteilung kommen?
Es war (und ist) das Ziel des Projektes „WELTVERSTEHEN“, einige Denkanstöße zu formulieren, die in die Richtung eines Zusammenspiels „Vernunft und Moral“ weisen könnten. Diese Anregungen finden Sie bei den Themen im Bereich WELTGESTALTUNG (z.B. Individualismus, Freiheit, Gerechtigkeit, Klimapolitik).
Zukunftshoffnung oder Zukunftsangst
In dem ersten Zukunfts-Test konnten Sie erkunden, ob Sie generell eher optimistisch oder pessimistisch in die nächsten Jahrzehnte schauen.
Schauen wir ein wenig genauer auf die möglichen Haltungen:
Szenario 1: Das Fiasko
Es gibt eine überwältigende Vielzahl von längst sichtbaren Entwicklungen und sehr wahrscheinlichen Prognosen, die ein extrem düsteres Bild unserer Zukunft zeichnen. Die Bereiche sind jedem halbwegs informierten Menschen vertraut (und werden hier nur kurz genannt):
– Bedrohung unserer planetaren Lebensgrundlagen (Klimaerwärmung, Artensterben, Ressourcenverknappung, Bodenerosion, Vermüllung der Weltmeere, Mikroplastik, …)
– Verschärfung der geopolitischen Konflikte (Rückkehr des Imperialismus, Schwächung der globalen Regeln und Institutionen, Kampf um Ressourcen, Vernetzung zwischen immer mehr Autokraten, …)
– Steigerung der Kriegsgefahr (neue Aufrüstungsspirale, zusätzliche Atom-Staaten, autonome KI-Waffensysteme, Militarisierung des Weltraums, ,,,)
– Konzentration von wirtschaftlicher Macht (steigende Ungleichheit innerhalb und zwischen den Nationen, ungebremster Einfluss der marktbeherrschenden Tech-Konzerne, fortschreitende Verquickung zwischen Oligarchen bzw. den superreichen Multimilliardären und autokratischen Führern, …)
– Technologische Bedrohungen (möglicher Kontrollverlust bei KI- und Bio-Technologie).
Natürlich gehen die genannten (und manche andere) sehr konkreten Risiken letztlich nicht von den realen (physikalisch-technischen) Faktoren aus, sondern von der Unfähigkeit und Unwilligkeit der Menschheit, diese Gefahren ernst zu nehmen und sie zu bekämpfen. Hinter allen Bedrohungen stehen menschliche Entscheidungen (bzw. Nicht-Entscheidungen).
Es wurden schon viele schlaue Bücher und Artikel darüber verfasst, warum der Homo Sapiens sehenden Auges auf seinen eigenen Untergang hinsteuert. Ein großer Teil der Texte in diesem Projekt beinhalten den Versuch, dieses Phänomen zu erklären (s. Kap. Menschenbilder, Ichwerdung, Wissenschaft, Neurowissenschaften).
In aller Kürze: Wir sind als Produkt einer ca. 3,5 Milliarden Jahre währenden Evolution ein biologisches System geworden, dessen emotionale bzw. moralische Möglichkeiten nicht mit den intellektuellen und technologischen Potentialen Schritt halten konnten. Unsere Gier nach Besitz, Status bzw. Macht und das Streben nach Wissen und technologischer Kontrolle übersteigt unsere Fähigkeit zur Emotions- bzw. Impulskontrolle, Solidarität, Weitsicht und Verantwortungsübernahme.
Szenario 2: Der Erfolg
Gehen wir auf die andere Seite:
Die Menschheit hat enorme Fortschritte beim Erwerb von Wissen und bei der Ausbildung technologischer Möglichkeiten erlangt. In einem enormen – früher nicht vorstellbaren – Umfang kontrollieren und beherrschen wir unsere Lebensumwelt, heilen wir Krankheiten, verlängern wir Lebenserwartung, schaffen wir materiellen Wohlstand, ermöglichen wir weltweite Bildung und Kommunikation, usw. Warum also sollte es uns nicht gelingen, auch die aktuellen Menschheitsprobleme zu lösen?
Konzentriert man sich – statt auf die allseits lauernden Schreckensnachrichten – auf die zahllosen kreativen Ideen und spannenden Initiativen, die bereits Lösungsoptionen für die zukünftige Energieversorgung, Stadt- und Mobilitätsplanung, Ernährungsrevolution, Gesundheitsprävention, Kreislaufwirtschaft, Gemeinwohlökonomie, usw. in sich tragen, erscheint eine optimistische Zukunftssicht gar nicht so weltfremd.
Gerade der aktuelle Technologie-Sprung, die Implementierung der KI in praktisch alle Lebensbereiche, richtet noch einmal den Fokus auf die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten menschlicher Innovationen (s. dazu das KI-Sonderkapitel)
Szenario 3: Der kritische Übergang
Gibt es eine verbindende „Synthese“ aus den beiden Sichtweisen?
Es erscheint für viele tatsächlich plausibel zu sein, von einem Phasenmodell auszugehen:
Unser aktueller Zustand ist davon bestimmt, dass sich die objektiven Probleme (Klimawandel, Kriegsgefahr, Umweltzerstörung, globale Ungleichheit) rasant zuspitzen, die möglichen Lösungen zwar prinzipiell vorstellbar, aber noch nicht ausreichend umsetzbar sind (aus technologischen oder gesellschaftlichen Gründen).
Sollte es der Menschheit gelingen, diese sehr labile Phase irgendwie zu überstehen, könnte ein Zeitalter folgen, in dem Ressourcenknappheit, materielle Ungleichheit und menschliche Dummheit bzw. Machtgier durch überlegenen Technik- und KI-Einsatz für alle Zeiten überwunden sind. So könnten die Zukunftsforscher recht behalten, die in einem Zeithorizont von einigen wenigen Jahrzehnten, eine hochtechnologische Überfluss- und Freizeitgesellschaft prognostizieren.
Szenario 4: Umkehr
Ginge man davon aus, dass der Mensch sich mit immer größerer Geschwindigkeit von seiner biologischen Basis entfernt und damit eine unaufhaltsam wachsende Entfremdung und Überforderung verbunden ist, wäre eine ganz andere Schlussfolgerung naheliegend: Man müsste dafür plädieren, die technologische Entwicklung nicht nur zu verlangsamen bzw. zu stoppen – man müsste sie zurückdrehen!
Tendenzen, sich an ursprünglicheren Lebensformen zu orientieren, gab es immer wieder: In der deutschen Romantik oder bei den Landkommunen der Hippies der 60iger Jahre. Auch das große Interesse an den Lebensweisen der indigenen Völker drückt eine Sehnsucht nach einem Dasein aus, das wieder stärker mit den Gesetzmäßigkeiten und Rhythmen der Natur im Einklang steht.
Es darf allerdings bezweifelt werden, dass eine solche Kehrtwende zu einer vortechnologischen Gesellschaft jemals eine ernstzunehmende Alternative für eine gesellschaftliche Mehrheit werden könnte – es sei denn, dies würde durch einen umfassenden Zivilisationsbruch (z.B. als Folge einer globalen Katastrophe) erzwungen. Literarische Vorlagen für solche postapokalyptische Szenarien gibt es zuhauf. die meisten dieser Szenarien eigenen sich nicht als wünschenswerte Vorlage für einen optimistischen Aufbruch.
Resümee
Warum versagt also der Mensch bisher bei der Aufgabe, sein Schicksal in gute und sichere Bahnen zu lenken?
Es gibt eine sehr grundsätzliche Erklärung:
Während die Menschheit unmittelbar auf alle bisher gesammelten und überlieferten Wissensbestände zugreifen und darauf aufbauen kann, beginnt jeder einzelne Mensch auf emotionaler, psychischer und moralischer Ebene ganz von vorne, also praktisch bei Null. Zwar kann er sich theoretisch auf alle Ideen der philosophischen Ethik oder der moralischen Bildung beziehen, die Ausbildung eines ureigenen inneren Wertesystems und einer individuellen Regulation von Emotionen und Impulsen muss in jeder Generation und in jedem Individuum neu erfolgen.
Und dieser Prozess ist extrem störanfällig – immer und immer wieder: Er hängt (die Genetik lassen wir mal weg) von den Umständen seiner vorgeburtlichen Entwicklung genauso ab wie von allen späteren physikalischen, familiären, sozialen und kulturellen Einflüssen.
All diese Faktoren (und ihre unendlich komplexe Interaktion) bestimmen darüber, mit welchen emotionalen, ethischen und charakterlichen Voraussetzungen diese Person auf die explodierenden technologische Macht seiner Spezies reagiert. Und so können – trotz aller zivilisatorischen Fortschritte – immer wieder empathielose, egomanische, verantwortungslose Machtmenschen entstehen – genauso wie ignorante Mitläufer oder oberflächliche Hedonisten (vgl. dazu die Kap. Ichwerdung und Lebenslenkung).
Noch kürzer gesagt: Es ist bisher kein Weg gefunden worden, wie neue Menschen auf dem bisher maximal erreichten Moralniveau genauso selbstverständlich aufbauen können, wie dies bei Wissenschaft und Technik möglich ist. Stattdessen muss auf der individuellen Moralebene das Rad in jeder Generation neu erfunden werden!
Wo soll da bitte die Zuversicht herkommen?
Nicht auszuschließen wäre die Lösung durch den Einsatz einer nicht nur intellektuell, sondern auch moralisch überlegenden KI: Bei ihr ließen sich sowohl typische menschliche Schwächen und Macken vermeiden, als auch der jeweilige Neustart in jeder menschlichen Psyche bzw. Moralentwicklung. (Dazu gibt es hier weitere Überlegungen.)
Alternativ könnte man sich in Fantasien über eine generelle Weiterentwicklung der menschlichen Gattung fallenlassen (s. Kap. Transhumanismus).
Denkbar wäre auch der im Kap. „Regierungsform“ diskutierte Ansatz, die Gestaltung von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in die Hand von Verhaltenswissenschaftlern zu legen.
Hier – im Projektbereich „Ausblick und Zukunft“ sind solche Visionen erlaubt…
Während wir bisher die Zukunftsaussichten als Ganzes betrachtet und bewertet haben, soll es jetzt um die relative Bedeutung einzelner Trends gehen: Welche Entwicklungen werden die einschneidendsten Folgen nach sich ziehen?
Schauen wir uns dazu die Dimensionen des Tests genauer an:
KI
Während die Entwicklung der KI bis vor kurzem noch weitgehend nur von einer interessierten Fachöffentlichkeit verfolgt wurde, hat sich das Ende 2023 mit der Veröffentlichung des Chatbots „ChatGPT“ dramatisch verändert. Ob in den Alltagsmedien, über die Schulen der Kinder oder über die Arbeitswelt: Die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz nahmen ganz plötzlich einen Raum ein, der an die Internet-Revolution oder den Siegeszug der Social-Media erinnerte.
An der herausragenden Bedeutung für unsere Zukunft zweifelt kaum jemand. Die Einzelheiten finden sich in dem Spezialkapitel.
Transhumanismus
Die Bewegung des Transhumanismus (oder Posthumanismus) befindet sich noch in dem Schatten, aus dem die KI mit einem Riesenschwung herausgetreten ist.
Für die meisten Menschen ist die Idee (Hoffnung oder Befürchtung), dass wir uns schon auf dem Weg in eine prinzipiell neue Entwicklungsstufe unserer Gattung befinden könnten, noch fremd und verstörend. Das trifft in der Regel sowohl für die Verschmelzung mit – auch in den Körper integrierten – digitalen Geräten zu, als auch hinsichtlich der bio-genetischen Einflussnahme auf unsere weitere evolutionäre Entwicklung.
Auch hierzu gibt es einen Extra-Bereich.
Klima
Wer im Jahre 2025 noch daran zweifelt, dass die menschengemachte globale Klimaentwicklung extrem weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft der Menschheit (mindestens) in den nächsten 100 Jahren haben wird, der wird ganz sicher nicht diese Zeilen lesen.
Für alle anderen geht es hier weiter.
Nanotechnologie
Hier befinden wir uns jetzt tatsächlich außerhalb der Mainstream-Aufmerksamkeit: Mit der nahezu grenzenlosen Anwendungsmöglichkeiten der Nano-Technologie sind wohl bisher nur wenige Menschen vertraut.
Es handelt sich um die Nutzung und Manipulation von Materialien auf der denkbar kleinsten Ebene, bis hinunter zu Atomen und Molekülen.
Indem man die Anordnung dieser kleinsten Bausteine beeinflusst, ergeben sich völlig neue Materialeigenschaften (z.B. für selbstreinigende Oberflächen), lassen sich Transporte (z.B. von Medikamenten) innerhalb von Blutgefäßen organisieren oder unsere digitalen Bausteine weiter optimieren. Auch in der Umweltforschung und in der Kosmetik wird schon mit Nano-Technologie gearbeitet.
Geradezu fantastisch mutet der Einsatz von sog. Nanorobotern an, die zukünftig in unseren Körperzellen Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen könnten. Die mutigsten Visionäre (z.B. KURZWEIL) sehen in diesen Möglichkeiten den Einstieg in eine Lebensverlängerungs-Medizin, die am Ende der Entwicklung das Tor zur Unsterblichkeit ausstoßen könnte.
Im Bereich der Science-Fiction wird gerne über sich selbst replizierende Nano-Maschinen spekuliert, die (bei einem Kontrollverlust) ein geradezu unendliches Potential entfalten könnten – bis hin zur Zerstörung der gesamten Welt…
Selbstzerstörung
Bei den bisherigen Überlegungen sind wir davon ausgegangen, dass die Menschheit die Gelegenheit haben wird, auf die beschriebenen Entwicklungen zu reagieren bzw. die Zukunfts-Optionen zu nutzen. Dabei haben wir eine – durchaus reale – Alternative ausgeblendet: die aktive Selbstzerstörung des Menschen durch eine globale Katastrophe im Rahmen eines Krieges oder einer aus dem Ruder gelaufenen Technologie.
Es ist nicht schwer, aus jedem vorgestellten Zukunftstrend solche Endzeit-Szenarien abzuleiten. Am naheliegendsten erscheint dabei ein geplanter oder versehentlich ausgelöster globaler atomarer Schlagabtausch, der uns ja seit ca. 80 Jahren bedroht – und der in jedem Augenblick unseres Daseins nur wenige Knopfdrucke von einer Realisierung entfernt ist.
Abseits dieses Weltuntergangs-Szenariums ist unsere – scheinbar so perfekt organisierte – Zivilisation auch durch alle anderen Störeinflüsse bedroht, die unsere hochkomplexen Versorgungs- und Kommunikationsnetze lahmlegen könnten. In einem längerem globalen Krisenfall wäre ein mittelfristiges Überleben wohl nur weit außerhalb von Megastädten und urbanen Zentren denkbar.
Resümee
Es ist wohl keine Überraschung: In Bezug auf die Zukunft liegen Chancen und Risiken eng beieinander. Allerdings scheint es von Jahr zu Jahr weniger vertretbar zu sein, es dem „freien Spiel“ der Wirkfaktoren zu überlassen, wie sich die Gewichte auf die beiden Waagschalen verteilen.
Der Grundgedanke dieses Projekts besteht u.a. darin, die Erkenntnisse aus Natur- und Humanwissenschaften konsequenter für die Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse zu nutzen. Das könnte z.B. auch zu der Einsicht führen, dass bestimmte Konzepte im Kontext von „individueller Freiheit“ und „Werte-Pluralismus“ nicht nur auf einem unrealistischen Menschenbild fußen, sondern auch der Lösung unser drängenden Menschheitsprobleme im Wege stehen.
Wenn wir (unsere Kinder und Enkel) Zukunft erleben wollen, kann und darf es keine „Freiheit zur Selbstzerstörung“ oder „Mehrheitsentscheidungen gegen Klimaschutz“ geben. Wer im Ernstfall eher Pluralismus und Demokratie als die Welt retten will, darf sich nicht wundern, wenn es irgendwann keinen Ort für diese Demokratie mehr gibt…
Vorläufer-Themen
Zu welchen Schlussfolgerungen hinsichtlich der modernen wissenschaftlichen Erklärung der Welt kann man kommen?
Wie lassen sich die in dieser Abhandlung abgeleiteten Prinzipien der WELTGESTALTUNG zusammenfassend beschreiben?
Zu welchen Schlussfolgerungen hinsichtlich der modernen wissenschaftlichen Erklärung der Welt kann man kommen?
Wie sind die unterschiedlichen WELTZUGÄNGE hinsichtlich der anstehenden Gestaltungsfragen zu beurteilen?
Wie lassen sich die in dieser Abhandlung abgeleiteten Prinzipien der WELTGESTALTUNG zusammenfassend beschreiben?
Parallel-Themen
Welche Rolle wird die Künstliche Intelligenz zukünftig spielen? Gibt es mehr Grund zur Sorge oder zur Hoffnung?
Sollen wir unsere technologischen Fähigkeiten nutzen, um einen neuen, optimierten Menschen zu erschaffen?
Nachfolge-Themen (Auswahl)
Welche Möglichkeiten gibt es, sich auch angesichts von Krisen und Bedrohungen psychisch gesund zu halten?
Kann man die Kernbotschaft dieses Web-Projektes wirklich in ein paar kurzen Abschnitten zusammenfassen?
Auch das soll versucht werden.
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10 Zukunftstrends bis 2030
Eine gut gemachte, reich bebilderete und faktenreiche Darstellung aktueller technologischer Zukunftstrends.
GLOSSAR
Eine kurze Erklärung der wichtigsten Begriffe
- Weltverstehen: Das übergeordnete Projekt, das sich mit dem Verstehen und Gestalten der Welt und ihrer Zukunft befasst, unter Einbeziehung wissenschaftlicher Erklärungen und menschlicher Haltungen.
- Weltgestaltung: Der Bereich, der sich mit der bewussten Beeinflussung und Gestaltung der Welt beschäftigt, insbesondere im gesellschaftlichen, politischen und ethischen Kontext.
- Weltzugänge: Die unterschiedlichen emotionalen Haltungen und Perspektiven, die die Gestaltung der Zukunft prägen.
- Roter Faden: Die Struktur oder der Zusammenhang der Themen innerhalb des Projekts „WELTVERSTEHEN“, der die Verbindung zwischen Welterklärung, Weltzugängen, Weltgestaltung und Zukunft herstellt.
- Fiasko-Szenario: Ein pessimistisches Zukunftsbild, das auf der Verschärfung globaler Probleme und der Unfähigkeit der Menschheit, diese zu bewältigen, basiert.
- Erfolg-Szenario: Ein optimistisches Zukunftsbild, das auf den enormen Fortschritten in Wissen und Technologie sowie auf kreativen Lösungsansätzen für aktuelle Probleme basiert.
- Kritischer Übergang-Szenario: Ein Modell, das von einer labilen Phase ausgeht, in der sich Probleme zuspitzen, aber die Hoffnung besteht, dass Technologie und KI langfristig Lösungen ermöglichen könnten.
- Umkehr-Szenario: Eine radikale Vorstellung, die vorschlägt, die technologische Entwicklung zurückzudrehen und sich an ursprünglicheren Lebensformen zu orientieren, um der Entfremdung entgegenzuwirken.
- Moralentwicklung: Der individuelle Prozess des Aufbaus eines inneren Wertesystems und der Regulation von Emotionen und Impulsen.
- Künstliche Intelligenz (KI): Eine zentrale technologische Entwicklung, deren rasante Fortschritte erhebliche Auswirkungen auf fast alle Lebensbereiche haben werden.
- Transhumanismus (Posthumanismus): Die Idee oder Bewegung, die sich mit der Nutzung technologischer Möglichkeiten zur Schaffung einer neuen, optimierten Entwicklungsstufe der menschlichen Gattung befasst.
- Nanotechnologie: Die Nutzung und Manipulation von Materialien auf atomarer und subatomarer Ebene mit potenziell weitreichenden Anwendungsmöglichkeiten.
- Selbstzerstörung: Die aktive Vernichtung der Menschheit durch globale Katastrophen wie Kriege oder außer Kontrolle geratene Technologien.
Alles erfasst?
Vielleicht haben Sie Lust zu überprüfen, ob Ihnen die wichtigsten Gedankengänge des Textes noch präsent sind. Zur Kontrolle können Sie die Ihre Antworten auf die folgenden Fragen überprüfen.
- Welche beiden grundlegenden Ebenen spielen laut Text eine Rolle bei der Einschätzung zukünftiger Aussichten der Menschheit?
- Nennen Sie zwei technologische Entwicklungen, die laut Text sowohl Chancen als auch Risiken für die Zukunft bergen könnten.
- Welchen menschlichen Faktor nennt der Text als entscheidend für die zukünftige Gestaltung der Welt?
- Beschreiben Sie kurz das „Fiasko“-Szenario bezüglich der Zukunftsaussichten.
- Welche Fähigkeit der Menschheit wird im Text als nicht im gleichen Maße fortgeschritten wie intellektuelle und technologische Potenziale beschrieben?
- Was versteht der Text unter dem „Erfolg“-Szenario?
- Erklären Sie das „Kritische Übergang“-Szenario in wenigen Worten.
- Welche radikale Schlussfolgerung könnte laut Text aus der zunehmenden Entfremdung von der biologischen Basis resultieren („Umkehr“-Szenario)?
- Warum kann der Mensch laut Text auf emotionaler und moralischer Ebene nicht auf bisher gesammelte Wissensbestände aufbauen, wie es bei Wissenschaft und Technik möglich ist?
- Welche alternative Lösung zur menschlichen moralischen Entwicklung wird im Text spekulativ erwähnt?
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